KollegInnen von Dussmann aus Stuttgart: „Das Geld reicht vorne und hinten nicht“

KollegInnen von Dussmann aus Stuttgart: „Das Geld reicht vorne und hinten nicht“

Die Kolleginnen der Dussmann GmbH reinigen in einem Wohn- und Pflegeheim nahe Stuttgart. Ihre Arbeit ist wichtig und anspruchsvoll – schließlich geht es dabei Tag für Tag um die Gesundheit und das Wohlbefinden alter Menschen. Wertgeschätzt fühlen sie sich zwar von den Bewohnern – nicht aber von der Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen.

Die international bunt gemischte Gruppe diskutiert über die notwendige Lohnerhöhung, „denn das Geld reicht vorne und Hinten nicht“, so eine Kollegin. Die Gebäudereinigung soll endlich raus aus dem Niedriglohnsektor. Sie sind fest entschlossen: Bei der kommenden Tarifverhandlung müssen die Arbeitgeber eine gehörige Schippe drauf legen und ihre Blockadehaltung beim Weihnachtsgeld endlich aufgeben!

 

1 Kommentar
  1. Schade das sich hier in Rostock niemand wehrt. Ich arbeite in Luetten-Klein im Pflegeheim in der Unterhaltsreinigung. Damit es zum Überleben reicht, muss ich Aufstocken. Mit den unseligen Harz-Gesetzen wurde den Unternehmen der rote Teppich aus gerollt, um keine gerechten Löhne mehr zahlen zu müssen. Und dann bekommt man noch nicht mal Urlaubs-oder Weihnachtsgeld für diese schwere Arbeit. Wenn die Kollegen zur Weihnachtszeit eine kleine Feier machen möchten, ist es für mich schwer daran teil zu nehmen. Weil man das auch selbst bezahlen muss. Und weil ich keinen Cent mehr habe, als sonst entscheide ich lieber meinen Enkelkindern eine kleine Freude zu machen. Aus diesen Gründen ist es für mich und sicher auch für viele andere Leute (das gilt für alle Feiertage) Statt Lust und Freude nur noch eine „Last“. Selbst wenn die mutigen Kollegen für mich mit Weihnachtsgeld erkämpfen würden, würde es mir das Job-Center wieder weg nehmen. Am liebsten würde ich mich eingraben und vielleicht im Januar wieder zum Vorschein kommen.
    Das sind jedes Jahr meine Gefühle, aber ich möchte niemanden die Freude nehmen. Wohl dem, der sich noch auf etwas freuen kann und Grund dazu hat.

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