Die Unsichbaren sind zurück

Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk – IG BAU stellt Forderung für die Tarifrunde auf

Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk

IG BAU stellt Forderung für die Tarifrunde auf

Frankfurt am Main – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) will deutliche Verbesserungen für die rund 600 000 Beschäftigten in der Gebäudereinigung im allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag durchsetzen. Die Verhandlungen mit dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks starten in diesem Frühjahr. Der Lohn- und Mindestlohntarifvertrag war bereits Ende vergangenen Jahres erzielt worden. „Die Rahmenbedingungen in der Branche müssen besser geordnet werden. Viele der derzeit geltenden Regelungen sind nicht mehr zeitgemäß. Das schadet den Beschäftigten und macht die Branche unattraktiv. Unsere Erfahrung in anderen Branchen zeigt: Sind gute Arbeitsbedingungen in allen Betrieben verbindlich, bindet das Beschäftigte an die Branche, ohne dass der Wettbewerb dadurch verzerrt wird“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux, die auch die Verhandlungen führen wird.

 

DSC00062 (2)

 

Die IG BAU-Bundesfachgruppenkonferenz für das Gebäudereiniger-Handwerk beschloss an diesem Wochenende ein Forderungspaket für die Tarifrunde. Schwerpunkt ist der Einstieg in ein Weihnachtsgeld für die Beschäftigten. Gleichzeitig sollen die einzelnen Lohngruppen wieder an die Praxis angepasst werden. Diese entsprechen von den darin beschriebenen Tätigkeiten nicht mehr der Realität im Arbeitsalltag. Ein Spezialfall in der Gebäudereinigung ist, dass Beschäftigte nicht in ihrem Firmensitz arbeiten, sondern in den Gebäuden der Kunden reinigen. Wechselt der Kunde das Reinigungsunternehmen übernimmt der neue Dienstleister häufig das mit dem Gebäude vertraute Personal. Derzeit verlieren viele Beschäftigte bei einem Wechsel Ansprüche, die ihnen durch längere Betriebszugehörigkeit zustehen. Diese Benachteiligung soll künftig dadurch entfallen, dass es einen Bonus für den Verbleib in der Branche gibt. Das heißt, Verschlechterungen durch den Arbeitgeberwechsel wie weniger Urlaub darf es nicht mehr geben.

 

1 Kommentar
  1. Es ist erstaunlich wie schlimm es hier den Arbeitgebern zu gehen scheint.

    Sogar ich als Reinigungskraft weiß so viel über VWL, dass wenn Reallöhne in einem Ganzen Land steigen, auch die Kaufkraft in einem ganzen land Steigt.

    Man muss sich dochmal folgendes Klar machen…..Welchen Wert hat eigendlich meine Arbeitskraft? Sind das wirklich nur 10,30€ die Stunde? Wie wird denn nachher abgerechnet? Den Profit haben doch die Arbeitgeber und nicht ich. Ich kann mir höchstens den Wurstersatzmüll ausm Dicounter kaufen und keinen Audi fahren! Wir haben die Kohle reingebracht und wir müssen sie ach kriegen. Was ist denn schlimm daran wenn der Arbeitgeber am Ende der Abrechnung auch nur 10,30€ die Stunde hat? Fakt ist….wir machen uns Kaputt damit jemand anderes dran verdient! Ich bin genau deshalb gewerkschaftmitglied um das zu änbdern! Unser Kampf, unsere Tarife, unser Leben!

Kommentar zu JochenderErste hinterlassen