Die Unsichbaren sind zurück

Reinigungskräfte am Flughafen Düsseldorf treten in den Streik

Urabstimmung: 97,4 Prozent für Arbeitskampf ab Mittwoch

Reinigungskräfte am Flughafen Düsseldorf treten in den Streik

Ausstand am Airport: Mitten im Weihnachtsverkehr kommt es zu Streiks am Düsseldorfer Flughafen. Damit wollen die Reinigungskräfte am Terminal C ihren Arbeitgeber, die Klüh Cleaning GmbH, zum Abschluss eines Sozialtarifvertrags zwingen. In einer Urabstimmung sprachen sich 97,4 Prozent der Beschäftigten für den Arbeitskampf aus. Der Streik beginnt bereits an diesem Mittwoch, teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.

Klüh hatte im Zusammenhang mit der Neuvergabe der Reinigungsaufträge angekündigt, alle 168 Mitarbeiter zu entlassen. Die IG BAU fordert das Unternehmen auf, möglichst viele Mitarbeiter weiter zu beschäftigten. Für alle anderen sollen die Härten des Jobverlustes in einem Sozialtarifvertrag abgefedert werden – auch per „angemessener Abfindung“. Die Forderungen der IG BAU habe die Firma bisher gänzlich abgelehnt, kritisiert der Regionalleiter der Gewerkschaft im Rheinland, Holger Vermeer. „Damit hat Klüh den Arbeitskampf voll und ganz selbst zu verantworten.“

Ab Januar übernimmt die Dr. Sasse AG das Reinigungsgeschäft am Düsseldorfer Flughafen. Hier will die IG BAU erreichen, dass möglichst viele Mitarbeiter der Alt-Firma übernommen werden. „Es handelt sich um Vollzeitkräfte mit jahrelanger Berufserfahrung. Ausgerechnet zu Weihnachten steht jetzt die Existenz ihrer Familien auf dem Spiel. Sie in der Silvesternacht vor die Tür zu setzen, wo überall die Sektkorken knallen, ist eine Unverschämtheit“, sagt Vermeer.

Zugleich sei die Flughafen-GmbH in der Verantwortung. Wer die Reinigungsaufträge neu vergebe, dem dürfe nicht egal sein, was mit den Beschäftigten passiere. „Auf jeden Fall werden die Mitarbeiter so lange in den Ausstand treten, bis eine echte Perspektive für sie da ist“, so Vermeer weiter.

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