Die Unsichbaren sind zurück

Rosen zum Weltfrauentag in Hessen. IG BAU fordert die Aufwertung von frauentypischen Berufen.

Rosen zum Weltfrauentag in Hessen. IG BAU fordert die Aufwertung von frauentypischen Berufen.

Zum Weltfrauentag verteilte die IG BAU Hessen Rosen an Kolleginnen der Gebäudereinigung. In Frankfurt am Main besuchte die IG BAU im  Bethanienkrankenhaus und Markuskrankenhaus die Kolleginnen der Firma Agaplesion. Auch die Kolleginnen von Hectas/Elite in den Stadtwerken, in der Alten Oper, bei der Allianz Global sowie im Main Tower bekamen eine Rose.

Frauen müssen wirtschaftlich unabhängig leben können

Anlässlich des Internationalen Frauentags sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux: „Wir feiern in diesem Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht. Seit der Französischen Revolution haben Frauen dafür gekämpft, dass ihnen ihr Recht zu wählen und gewählt zu werden nicht länger vorenthalten wird. Viele Frauen haben seither dafür ihre Freiheit und ihr Leben eingesetzt. Die Ausdauer, Kraft und Entschlossenheit dieser Vorkämpferinnen geben uns Mut, weiter dafür zu kämpfen, dass die im Grundgesetz verankerte formale Gleichberechtigung auch in unserem Alltag gelebt werden kann. Die Politik muss dafür die Voraussetzungen schaffen.“

Die IG BAU fordert die Aufwertung von frauentypischen Berufen wie etwa der Gebäudereinigung. Die Leistung von Frauen im Arbeitsleben hat den gleichen Wert wie die von Männern und muss auch so bezahlt werden. Das Betreuungsangebot für Kinder muss bundesweit so ausgebaut werden, dass alle – auch alleinerziehende – Mütter, eine Vollzeitstelle ausüben können, ohne dabei ständig in einem Zeitkonflikt zwischen Arbeit und Kind zu stehen.

„Gleiche Arbeitschancen und gleiche Einkommen müssen eine Selbstverständlichkeit werden. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Frauen wirtschaftlich unabhängig leben können und auch im Alter nicht in Armut abrutschen“, sagte Laux. „Der lange Kampf für das Frauenwahlrecht lehrt uns aber: Diese Rechte werden uns nicht geschenkt. Wir müssen sie uns nehmen. Deshalb ist nicht nur die Politik gefragt, sondern jede einzelne Frau ist aufgerufen, sich öffentlich für die Verbesserung der Situation aller Frauen zu engagieren.“

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