Die Unsichbaren sind zurück

Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk – Verhandlungen ergebnislos abgebrochen

Pressemitteilung

Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk – Verhandlungen ergebnislos abgebrochen

Frankfurt am Main – Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk ist heute Nacht ohne Ergebnis beendet worden. Nach fast 15 Stunden intensiver Diskussion konnten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks auf kein Ergebnis einigen.

Kernpunkt der Verhandlung war die Forderung der IG BAU nach einer verbindlichen Vereinbarung für die Ost-West-Angleichung. Die Arbeitgeber waren nicht bereit, sich auf einen gangbaren Weg einzulassen. Nach ihrer Vorstellung soll die gleiche Bezahlung in Ost und West allein durch Verzicht der Beschäftigten im Westen getragen werden. „Es ist enttäuschend, dass die Arbeitgeber fast 30 Jahre nach dem Mauerfall die mehr als berechtigte Erwartung der Beschäftigten auf gleiche Bezahlung in Ost und West nicht ernst nehmen. Kompromissbereitschaft sieht anders aus“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. „Klar ist, wir lassen nicht zu, dass Ost- gegen West-Beschäftigte ausgespielt werden. Wir lassen uns auch nicht unter Zeitdruck setzen“, ergänzte Laux mit Blick auf die im Januar 2018 auslaufende Allgemeinverbindlichkeit des Branchenmindestlohns.

Die IG BAU fordert eine Angleichung der Ost- an die Westlöhne bis 2019. Derzeit beträgt die unterste Lohngruppe im Westen zehn Euro die Stunde und im Osten 9,05 Euro. Damit besteht ein Lohnabstand von 9,5 Prozent. Die Arbeitgeber besserten ihr  letztes Angebot nach, wonach aber im Jahr 2019 immer noch eine Lohnlücke von fünf Prozent klafft. Im Einzelnen wollen die Arbeitgeber zwei Nullmonate für November und Dezember dieses Jahres. Der Westen soll bis 2019 in zwei Schritten auf 10,50 Euro steigen. Für den Osten bieten die Arbeitgeber im gleichen Zeitraum die Anhebung auf 10 Euro Stundenlohn. Den von der IG BAU geforderten Einstieg in ein Weihnachtsgeld als Zeichen der Anerkennung lehnen sie komplett ab.

Die Verhandlungen werden am 10. November 2017 in Frankfurt am Main fortgesetzt.

1 Kommentar
  1. Das ist eine Sauerei jetzt wissen wir ja was wir zu tun haben Leute macht mobil nur eins darf nicht passieren das sie uns gegeneinander aufheizen das scheint mir so ihre Strategie zu sein geht auf die Straße geht zu euren Kunden redet mit ihnen geht in die Öffentlichkeit macht das ganze puplik das dürfen wir uns nicht gefallen lassen da feiern wir tag der deutschen Einheit aber unsere Löhne sollen nicht angepasst werden das ist für mich einfach verlogen .

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