Die Unsichbaren sind zurück

Westfalen zeigen Turboputzen die rote Karte

Westfalen zeigen Turboputzen die rote Karte

Zum Seminar „Sauberkeit hat ihren Preis“ trafen sich engagierte Kolleginnen und Kollegen aus der Region Westfalen. An zwei Tagen referierten Doris Hammes und Sascha Brüggemann über Kalkulationen und die hohen Anforderungen des Personals in der Gebäudereinigung. Alle Anwesenden waren sich einig, dass eine Lohnerhöhung in der aktuellen Tarifrunde nicht dazu führen darf, dass eine Leistungsverdichtung – das überall bekannte „Stunden kürzen“ – durchgeführt wird.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben sehr klare Forderungen gestellt. Dies wird bei den Beschäftigten nicht zu Reichtümern und bei den Arbeitgebern auch nicht zum Ruin führen. Wichtig ist aber vor allem, dass eine anstehende Lohnerhöhung der Chefs als Wertschätzung gesehen wird und nicht dazu führt, dass in weniger Zeit die gleiche Arbeit geleistet werden muss“, so Gewerkschaftssekretär Sascha Brüggemann.

Deswegen haben die Ehrenamtlichen der aller Fachgruppen aus Westfalen ein klares Zeichen gesetzt

Wir zeigen dem Turboputzen die rote Karte

Innerhalb des Seminars wurde vor allem diskutiert, dass die Beschäftigten in der Branche zu wenig Wertschätzung erhalten. Deshalb stehen die Kolleginnen und Kollegen in der kommenden Verhandlungsrunde am 10. November weiter intensiv hinter der Tarifkommission. Ein Mehr in den Portemonaies der Kolleginnen und Kollegen ist ein Anfang zu mehr Gerechtigkeit. Und für die Ehrenamtlichen aus Westfalen ist klar:

Wir haben mehr verdient.“

 

1 Kommentar
  1. Das in Westphalen die Kollegen dem Turboputzen ein NoGo erteilen, in allen Ehren. Doch muss das bundesweit geschehen. Und nichts desto trotz muss darüber hinaus überlegt werden, wie dieses umgesetzt werden soll, damit Betriebe dieses nicht umgehen. Der Zoll muss nicht nur Mitarbeiter in den Objekten ueberwachen, ob sie den tariflichen Mindestlohn erhalten, sondern auch die Betriebe darin überwachen, ob sie in ihren Kalkulationen bei den Angeboten auch die Vorgaben des tariflichen Mindestlohnes insofern berücksichtigen, dass nicht bei den Zeitvorgaben gekürzt und bei den Leistungskatalogen (Basisdokumentation) angehoben wird. Ein Tricksen beim sogenannten Umgehen des tariflichen Mindeslohnes durch o.g. Praktiken muss durch entsprechende Gesetze, ausgehebelt und verhindert werden. Die Politik muss hierzu aufmerksam gemacht werden. Mit einem klaren Konzept zum Gesetz und zu den Kriterien der Prüfbarkeit zu deren Einhaltung und Umsetzung sollte die Gewerkschaft auf die Politik einwirken und sich hierfür einsetzen. Denn genau das ist längst überfällig.

Hinterlassen Sie einen Kommentar