Bayern: Unruhe in der Gebäudereinigung – Kolleg*innen verlangen endlich ein Angebot!

Auch in Bayern werden die Beschäftigten in der Gebäudereinigung langsam unruhig, weil die Arbeitgeber sich immer noch bedeckt halten. Denn in der laufenden Lohntarifrunde haben sie es in zwei Verhandlungen immer noch nicht geschafft, ein Angebot auf den Tisch zu legen, um ernsthaft mit der IG BAU zu verhandeln. Das macht die Kolleginnen und Kollegen in Bayern natürlich sauer.

So wie die Beschäftigten der Fa. Sasse Aviation in München. Sie sind bereit für die Forderung von 12 € zu kämpfen. Denn „es wäre nicht das erste Mal“, so die KollegInnen am Münchner Flughafen.

Dem schließen sich die Glasreiniger Nachtschicht der Firma Dorfner im Terminal 2 an. Auch sie unterstützen die Tarifforderungen.

„Viele unserer Kollegen und Kolleginnen am Flughafen sind noch in Kurzarbeit. Für uns Beschäftigte in der Gebäudereinigung sind das enorme Lohneinbußen. Wir müssen nun mit viel weniger Geld klarkommen. Deshalb haben wir es verdient, dass die Löhne in der Gebäudereinigung steigen. Wir haben es verdient gerecht entlohnt zu werden. Wir werden auch dafür kämpfen“, sagen die Glasreiniger von Sasse Aviation München.

Auch der Fachgruppenvorsitzende im Bezirksverband Schwaben, Michael Utz, kämpft als Mitglied der IG BAU Tarifkommission um bessere Löhne im Gebäudereiniger-Handwerk. Unterstützt wird er auch von seinen Kollegen, den Objektleitern und Gebäudereinigern der Firma Max Schmidt Gebäuderservice GmbH in Augsburg.

„12 Euro die Stunde für Reinigungskräfte sind längst fällig“ sagt der Betriebsrat der Donau Ries Service GmbH

Die Beschäftigten der Firma KS in den SOB Kliniken sorgen dafür, dass die Kliniken auch in Zeiten der Pandemie sauber bleiben. Sie wenden sich direkt an die Arbeitgeber: „Hallo Arbeitgeber, könnt auch dafür sorgen, dass wir einen Lohn bekommen, der zum Leben und im Alter reicht?“

Auch BR Sana DGS hätte da noch ne Frage: „In der harten Zeit der Pandemie waren WIR vor Ort und haben für Sauberkeit gesorgt. In dieser Zeit hat man uns jede Menge Versprechen gemacht, damit wir an vorderster Front gegen Corona stehen. Was wurde daraus? Habt ihr Arbeitgeber uns schon wieder vergessen?

Die Abteilung Infra der Firma Werner bei BMW in Dingolfing ist ebenfalls verärgert über die Haltung der Arbeitgeber. Die KollegInnen meinen, dass es schon längst an der Zeit ist, für die harte Arbeit gerecht bezahlt zu werden.

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