Corona Blitz-Umfrage zeigt Licht und Schatten im Gebäudereiniger-Handwerk – Die Angst vor Ansteckung ist immer mit dabei

Corona Blitz-Umfrage zeigt Licht und Schatten im Gebäudereiniger-Handwerk

Zu wenig Masken, Arbeitsmaterial und Testmöglichkeiten – Die Angst vor Ansteckung ist immer mit dabei

Seit Beginn der Corona Pandemie stehen unserer Kolleginnen und Kollegen in der ersten Reihe im Kampf gegen den SARS-CoV-2 Erreger. Mit ihrer Arbeit schützen sie Leben! Doch der Schutz der Beschäftigten durch die Bereitstellung von Atemschutzmasken, Handschuhen und ausreichendem Arbeitsmaterial ließ und lässt zu wünschen übrig.

Dies zeigte eine Umfrage des Peco Instituts schon im vergangenen Jahr. Mit unserer Corona Blitz-Umfrage wollten wir deshalb von euch wissen, wie die aktuelle Lage in den Objekten ist und wie gut ihr euch vor einer Ansteckung mit Corona geschützt fühlt. Die Ergebnisse weisen, nach über einem Jahr der Pandemie, auf deutlichen Handlungsbedarf in vielen Bereichen hin.

Zu wenig Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Arbeitsmaterial

Noch immer gibt beinahe die Hälfte der Befragten (47%) an, von ihrem Arbeitgeber nicht genug geeignete Atemschutzmasken zu erhalten. Besonders schlecht sieht das Ergebnis in Kindertagesstätten und Schulen aus. Hier sagt nur einer von vier Befragten, dass geeignete Schutzmasken in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden. Auch die Versorgung mit geeignetem Desinfektionsmittel und Arbeitsmaterial bezeichnet fast die Hälfte der Befragten als nicht ausreichend (45%).

Wo Schutzausrüstung, Material und Corona-Tests fehlen, steigt die Angst vor einer Infektion – Handlungsbedarf besonders in Schulen und Kitas!

Die oft mangelhafte persönliche Schutzausrüstung führt bei den Kolleginnen und Kollegen in der Folge auch zu einer größeren Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Allgemein fühlen sich über die Hälfte der Befragten (51,8%) durch die Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz schlecht oder überhaupt nicht vor einer Ansteckung mit Corona geschützt. Nur jeder zehnte der Befragten gab an, sich sehr gut vor einer Infektion geschützt zu fühlen. Noch schlechter sieht es wieder im Bereich der Reinigung von Schulen und Kitas aus. Hier fühlen sich 3 von 4 Kolleginnen und Kollegen schlecht oder überhaupt nicht geschützt (72,3%).

Gute Ausrüstung und kostenlose Corona-Tests erhöhen das Sicherheitsgefühl deutlich

Es gibt aber auch positive Beispiele, die verdeutlichen, dass es auch anders geht. So zeigte unsere Umfrage, dass sich die im medizinischen Bereich beschäftigten Reinigungskräfte im Vergleich zu den übrigen Befragten, besser geschützt fühlen. 83,5 % fühlen sich in diesem Bereich sehr gut (54,6%) oder gut geschützt (28,9%). Die Gründe hierfür liegen bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse auf der Hand.

Im Gegensatz zu den Beschäftigten in Schulen, Kitas und anderen Reinigungsobjekten, gaben unter den Kolleginnen und Kollegen die einem Krankenhaus, einer Reha-Klinik oder in einem Alten- und Pflegeheim arbeiten nur rund 10% an, nicht genug Schutzmasken oder Reinigungsmittel zu bekommen. Ein weiterer großer Unterschied: Fast 90 % der Befragten in diesen Bereichen bekommen vom Arbeitgeber oder Kunden die Möglichkeit, sich kostenlos auf Corona testen zu lassen. Dementsprechend besser fühlen sich die Reinigungskräfte auch vor einer Infektion geschützt. Aber auch im medizinischen Bereich zeigt sich noch Verbesserungsbedarf. So wurde in 15% der Fälle, in denen das medizinische Personal geimpft wurde, den Reinigungskräften keine Impfung angeboten.

Angesichts des engen Kontakts zu einer Vielzahl an Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeeinrichtungen, muss hier noch dringend nachgebessert werden und das Bewusstsein für die wichtige Aufgabe der Reinigungskräfte im medizinischen und pflegerischen Alltag geschärft werden, denn Sauberkeit rettet Leben!

Licht und Schatten im Gebäudereiniger-Handwerk

Insgesamt vermittelt die Umfrage ein differenziertes Stimmungsbild innerhalb der Branche und zeigt damit Licht und Schatten im Gebäudereiniger-Handwerk. Da, wo die Arbeitgeber ihrer Verantwortung zum Schutz der Beschäftigten nachkommen, fühlen sich die Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit sicherer. Der Schutz der Reinigungskräfte ist dabei allerdings kein Selbstzweck, denn nur wer seine Mitarbeiter effektiv vor einer Ansteckung schützt, kommt auch seiner Verantwortung gegenüber den Kunden und vor allem den ihnen anvertrauten Menschen nach.

Der Schutz der Beschäftigten muss an erster Stelle stehen

IG BAU Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux betont in diesem Zusammenhang, dass der Schutz am Arbeitsplatz und die Gesundheit der Beschäftigten an erster Stelle stehen müssen. „Reinigungskräfte arbeiten bei Kunden, daher müssen die Reinigungsbetriebe die Bedingungen dort kennen. Sobald es den Hinweis von Mitarbeitern gibt, nicht ausreichend geschützt zu sein, muss reagiert werden.“  Laux stellt besonders hervor, dass die Tätigkeit der Reinigung Leben rettet, „deshalb haben wir das Motto in die Öffentlichkeit gestellt. Es muss immer wieder erinnert werden, wie grundsätzlich wichtig diese Tätigkeit ist. Die Corona-Pandemie hat uns alle wachgerüttelt, wir dürfen dies auch in Zukunft nicht vergessen.“

 

 

 

*Anmerkung: An der Umfrage beteiligten sich 763 Teilnehmer

14 Kommentare
  1. hallo ich arbeite bei firma menke. ( schule in hemer ) wir haben ein maske letztes jahr bekommen. das wars .man hat gesagt müssen wir selber kaufen.

  2. Ich arbeite bei der Fa. Wackler in Freiberg, wir haben Handschuhe und Schutzmasken.

  3. Hallo arbeite auch in einer Reinigungsfirma, ( name will ich nicht sagen hier).
    Wir bekommen nur Handschuhe auf Anfrage und dann auch abgezählt und das noch wegwerf Teile die wir mehrmals in der Woche benutzen müssen. Desinfektionsmittel ist ein Fremdwort, arbeite da schon 5 Jahre und nie etwas so gesehen bzw in der Hand gehabt. Lappen und möppe werden zusammen gewaschen und dann Solln wir mit Lappen überall da abwischen wo die Mieter ( hausreinigung) anfassen ( handlauf).

  4. Also beim ersten lockdown haben wir nach c.a 2 Monaten eine Maske und Desinfektionsmittel bekommen
    Die Maske sollten wir nach ihren Vorstellungen wohl ewig tragen 3 Monate später wieder 2 Stoff Masken und Desi
    Wie das heute aussieht kann ich nicht sagen weil ich der Firma und der Reinigung den Rücken gekehrt habe

  5. Es ist kaum zu glauben aber wahr was ich hier lesen muß. Es kann doch nicht sein , das die Reinigungsfirmen auf Kosten ihrer Beschäftigten das Geld von Kunden nehmen und nicht dafür Sorge tragen , das ihre Beschäftigten sich schutzlos ausgeliefern müssen. Ich hoffe das sich hier noch viele melden , denen es ähnlich geht, denn kein Arbeitsplatz ist es wert seine Gesundheit auf’s Spiel zu setzten . Bitte meldet euch hier.

    • Bekommen auch keine Masken.Putzen auf einer Baustelle nicht mal Sicherheit Schuhe werden gestellt.fast drei Jahre in der Firma und 24 Urlaubstage.auch schon in Quarantäne gewesen die zwei Wochen nicht bezahlt bekommen.erst nach Einschaltung vom Anwalt.

  6. Firma Menke, weder Handschuhe noch Maske noch Desinfektionsmittel. Maske selber kaufen, wird einem gesagt.

  7. Wir bekommen alles von unsere Firma nur sollen Samstag und Sonntag von 10Uhr bis 20Uhr Rufdinst machen und wenn ich nicht raus muss bekomme ich es nicht bezahlt es sind 10 STUNDEN die ich für die Firma da sein muss

  8. Ich kann mich nicht beklagen, wir haben ausreichend Masken und Handschuhe und Desinfektionsmittel Liter weiße! Wir sind gut versorgt!

  9. Hier gibt es auch keine Masken, grade mal so Handschuhe, kein desfi usw. Hauptsache man durfte die Arbeitsschutzbelehrung wir haben Masken zu tragen unterschrieben. Wo wir die her nehmen ist völlig egal.

  10. Handschuhe hab ich nur die normalen Haushaltsgummihandschuhe,Masken hab ich beruflich noch nie gesehen.Meine Lappen wasche ich schon seit 3 Jahren alleine zu Hause,da weiss ich das alles korrekt ist.
    Ansonsten nicht Coronabedingt….
    Anfragen auf Urlaub werden gerne übergangen und nicht beantwortet oder ich bekomme ihn nicht so wie ich möchte ,aber ich bin auch nicht auf den Mund gefallen und lass mir das nicht gefallen.Ich werde dann ungemütlich wenn das Überhand nimmt.

  11. Hallo,ich bin in der Schulreinigung tätig. Es ist jetzt ja pflicht das alle die in der Schule arbeiten sich 2 mal in der Woche testen lassen müssen. Mein Arbeitgeber will aber nur 1 Selbstest bereit stellen. Für den 2.Test sollen wir ins testzentrum fahren. Den Zeitaufwand,hin und rückfahrt wollen sie nicht vergüten. Das kann doch nicht rechtens sein.

  12. Hallo, mal eine Beschwerde über die Reinigungsfirma Firma Dr.Sasse
    in Regensburg. Unternehmen müssen Tests anbieten für ihre Arbeitgeber, das tun sie nicht.

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