„Das sprengt den Rahmen!“ GebäudereinigerInnen in Bayern empört über Kündigung des Rahmentarifvertrags

„Das sprengt den Rahmen!“ GebäudereinigerInnen in Bayern empört über Kündigung des Rahmentarifvertrags

Bereits im vergangenen Jahr machte die IG BAU deutlich, dass der Rahmentarifvertrag (RTV) für die Beschäftigten in der Branche nicht mehr passt. Die IG BAU hat deshalb bereits im letzten Jahr versucht einen neuen Tarifvertrag mit den Arbeitgebern zu verhandeln. Damals bewegten sich die Arbeitgeber allerdings kein bisschen. Über einen Einstieg in ein Weihnachtsgeld wollten sie nicht einmal mit uns sprechen.  Jetzt, nachdem das Bundesarbeitsgericht beschlossen hat, dass auch Beschäftigte in Teilzeit ein Recht auf Überstundenzuschläge haben, kündigten die Arbeitgeber den Rahmentarifvertrag von einen Tag auf den andren. Die Nachricht sorgt auch bei Beschäftigten in Bayern für großen Unmut.

Die Fachgruppe Oberbayern zeigt deutlich, was sie von der Kündigung des RTV durch die Arbeitgeber hält. „Das sprengt den Rahmen!“ waren sich die Kolleginnen und Kollegen alle einig und beschlossen den Tarifvertrag gleich die Toilette runter zu spülen.

„Dieses Mal geht es eindeutig zu weit!“ sagte der Vorsitzende und merkte weiter an, dass sich die Arbeitgeber auf Einiges gefasst machen müssen.

Wenn es darum geht, für bessere Arbeitsbedingung einzutreten, sind die Beschäftigten der Fa. Sasse Aviation am Flughafen München sofort zu Stelle.

„Bodenlos ist das!“ sagte eine der Reinigungskräfte. Für die Haltung und Auffassung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde hat er kein Verständnis.

Bei der Polizei sorgen Die Beschäftigten von Max Schmidt für Ordnung. Die Nachricht über die Kündigung des Rahmentarifvertrags wegen der Überstundenzuschlägen sorgte auch bei ihnen für Empörung.

Ein Kollege kommentierte die Kündigung wie folgt:

„Es ist eine Unverschämtheit, dass die Arbeitgeber den Rahmentarifvertrag wegen der Überstundenzuschläge einfach so gesprengt haben. Wir sollten es ihnen nicht so leicht machen. Wir Beschäftigte sollten darum kämpfen, dass unsere Forderungen in einem neuen Rahmentarifvertrag Gesetz werden. Er muss auch für uns passen, nicht nur für die Arbeitgeber.“

Der BR der Firma Leadec in Gaimersheim steckt den Tarifvertrag in den Papierkorb. Soviel ist der nach der Kündigung durch die Arbeitgeber noch wert.

Nur gut, dass die fachgerechte Entsorgung durch die Beschäftigten, also den wirklichen Spezialisten in der Branche, gewährleistet ist.

Die Beschäftigten der ISS an der TU in Garching bei München bekamen in der Frühstückspause die wichtigsten Infos zur aktuellen Entwicklung.

Sie lassen sich allerdings den Appetit nicht verderben und machen munter weiter. Sie stehen zu den Forderungen und werden dafür kämpfen.

 

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