Gute Bedingungen sind das A und O

Gute Bedingungen sind das A und O

Die Klagen hört und liest man immer wieder: An Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen lassen Sauberkeit und Hygiene – nicht erst seit Corona – zu wünschen übrig. Die Schuldigen sind schnell gefunden: Private Dienstleister, die im Auftrag der öffentlichen Hand arbeiten. Am besten wäre es, wieder eigenes Personal für die Gebäudereinigung einzustellen, lauten die Vorschläge. Doch das ist zu kurz gedacht.

„Sauberkeit hat ihren Preis“ – diesen Slogan hat sich die IG BAU schon lange auf die Fahnen geschrieben. Und genau da hapert es, wenn es um öffentliche Aufträge geht. Denn dort lautet bei Ausschreibungen und Auftragsvergabe das Motto eher „Geiz ist geil“, der*die Günstigste erhält den Zuschlag. Die Folge: Dumpingangebote mit unrealistischen Stundenangaben, die zu Arbeitsverdichtung bei den Reinigungskräften führen. Wer seine Arbeit dennoch verantwortungsvoll ausüben möchte, macht notgedrungen unbezahlte Überstunden und landet somit unter dem Branchenmindestlohn.

Tariftreuegesetze und vor allem Ausschreibungen mit realistischen Anforderungen könnten hier Abhilfe schaffen.

„Es ist falsch an Sauberkeit und guter Reinigung zu sparen, das gilt für alle öffentlichen Aufträge, die an private Firmen vergeben werden“, so Ulrike Laux, Mitglied des IG BAU-Bundesvorstandes. „Zumindest gibt es im Gebäudereiniger-Handwerk Tarifverträge und einen Branchenmindestlohn. Was passiert, wenn die Reinigungskräfte wieder eigenes Personal sind? Diese Frage ist berechtigt. Denn sie kommen in der Regel in eine Servicegesellschaft ohne Tarifverträge und zu gesetzlichem Mindestlohn und nicht, wie viele dachten, zurück in den öffentlichen Dienst. Gute Arbeitsbedingungen, abgesichert durch Tarifverträge müssen das Ziel sein.“

Fazit: Bei sauberen Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen ist es keine Frage, wo das Personal angestellt ist, sondern ob es zu fairen Bedingungen arbeitet.

Text: Christiane Nölle

6 Kommentare
  1. Das wäre wünschenswert

  2. Sauberkeit braucht Zeit guter Spruch heute zählt nur noch Quantität weil man schnell Geld verdienen will auf Kosten der Arbeitnehmer die, die Arbeit schnell erledigen sollen und die Qualität auf der Strecke bleibt.Und nächstes Jahr wird die Norm wieder angehoben

  3. Hallo, ich arbeite seit 2 Jahren in einer Schule und wundere mich über die Abgeltung für Feiertage..
    Ostern, Pfingsten und Weihnachten bekommen wir nicht immer bezahlt, selbst wenn sie auf Putztage fallen mit merkwürdigen Argumentationen, zum Beispiel, wenn sie mit Brückentage verbunden sind, ist das korrekt?

  4. arg, falsch, es geht geht um die Feiertage ausserhalb der Ferien…

  5. hallo der chef zahlt in der schule an der ich arbeite keine überstunden mehr für das putzen der tische und ich wusste nicht das ich das jeden tag machen muss jetzt hab ich eine 3 abmahnung in der mail bekommen und dann kommt die kündigung Ich weiß nicht, was ich tun soll, ich arbeite mehr, um die Tische zu reinigen, aber ohne Aufpreis, und ich bezahle immer die gleichen Stunden, auch wenn ich mehr Stunden arbeite

    • Lass dir das nicht gefallen, gehe zu dein Mitgliedsbüro rede mit denen. Die sollen etwas an deine Firma schreiben, wenn du in recht bist. Und ich weiß jetzt nicht, gehörst du zum Öffentlichen Dienst oder zum Gebäudereinigungsgewerbe ich mein wegen Rahmentarifvertrag.
      Weil mein Rahmentarif sagt, wenn man über 8 Stunden arbeitet bekommst du noch zusätzlich 25% Belastungszuschlag ,und auch wenn du mehr als 40 Stunden in der Woche arbeitest bekommst du auch zusätzlich noch 25% Belastungszuschlag.

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