Leistungsverdichtung sorgt für katastrophale Zustände an Neuköllner Schulen

Leistungsverdichtung sorgt für katastrophale Zustände an Neuköllner Schulen

Neuköllner Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern demonstrieren für saubere Schulen und saubere Arbeitsbedingungen

Das Bürgerbegehren „Saubere Schulen“ der Initiative „Schule in Not“ ist am Donnerstag, den 16. Mai mit einer viel beachteten Demonstration vor dem Neuköllner Rathaus gestartet. Auslöser sind die katastrophalen Zustände an Berliner Schulen, die beispielswese in der Auftragsvergabe an den billigsten Anbieter begründet sind. Die mangelnde Wertschätzung der Reinigungskräfte durch die Arbeitgeber ist ein weiterer Grund. „Das Arbeitspensum ist von den wenigen Reinigungskräften gar nicht zu schaffen“ so Mitinitiator Philipp Dehne. „Zudem haben wir festgestellt, dass Zuschläge zum Teil nicht korrekt bezahlt werden“ beschreibt Dehne ein weiteres Problem.

Die Initiative zeigt deutlich, dass es den Kunden eben nicht egal ist, wie Reinigungskräfte bezahlt und behandelt werden. Um die Situation zu verbessern sollen nach den Sommerferien 7000 Unterschriften im Rahmen eines Bürgerbegehrens gesammelt werden. Ziel der Initiative ist es, dass Reinigungskräfte wieder direkt beim Kunden angestellt werden. Vollzeitverträge, tageszeitliche Reinigung sowie feste Ansprechpartner*innen für den Kunden wären für alle Seiten ein Gewinn. Sollte es so weitergehen wie auf der Demonstration, werden die 7000 Unterschriften sicherlich schnell zusammenkommen. Die Teilnehmer*innen der Demonstration zeigten durch Redebeiträge und Plakate große Solidarität mit den Reinigungskräften und machten deutlich, dass es nicht an dem Willen der Reinigungskräfte liegt, sondern die Rahmenbedingungen für die zu leistende Arbeit nicht stimmen.

Über die Demostration berichteten der RBB und RTL. Den Bericht von RTL gibt es hier

 

Schreibe einen Kommentar