Nach Warnstreik: IG BAU beschließt weiteres Vorgehen

Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk

Nach Warnstreik: IG BAU beschließt weiteres Vorgehen

Frankfurt am Main – Nach den bundesweiten Warnstreiks der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) im Gebäudereiniger-Handwerk am 19. November hat die IG BAU ihr weiteres Vorgehen festgelegt. Die Arbeitgeber hatten zuvor ein Weihnachtsgeld erneut abgelehnt. Dieses fordert die IG BAU als Anerkennung der Leistung der Beschäftigten. Die Branche ist eine der wenigen, in der kein Weihnachtsgeld gezahlt wird. Daraufhin hat die Bundestarifkommission für die Gebäudereinigung jüngst beschlossen, dass der IG BAU-Bundesvorstand den Rahmentarifvertrag (RTV) jederzeit kündigen kann. Hintergrund ist, dass im kommenden Jahr die Inhalte des RTV weiter verhandelt werden sollen. Hier laufen die Verhandlungen und Gespräche schon seit Monaten, ohne konkrete Einigungen zu erzielen. Die Kündigungsfrist für den RTV beträgt drei Monate. Nach deren Ablauf endet die Friedenspflicht. Gleichzeitig hält die IG BAU an der Forderung nach Tarifverhandlungen für ein Weihnachtsgeld fest.

„Mit dem Beschluss der Bundestarifkommission, den Rahmentarifvertrag jederzeit kündigen zu können, strebt die IG BAU gemeinsame Verhandlungen für beide Tarifverträge an. Damit wollen wir deutlich machen, dass alle Forderungen  zusammen gehören, auch das Weihnachtsgeld muss tariflich geregelt werden“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. „Die Absichten der Arbeitgeber sind ebenso durchsichtig wie inakzeptabel: Wenn überhaupt wollen sie das Weihnachtsgeld mit dem Lohn zusammen verhandeln. Jedem ist klar, dass sie dann versuchen werden, über das Weihnachtsgeld das Lohnplus zu drücken. Dabei sind die Beschäftigten in der Branche nach wie vor im Niedriglohnbereich. Sie brauchen die Lohnsteigerungen dringend, um ihre Familien ernähren zu können. Die Arbeitgeber müssen endlich anerkennen, dass ein Weihnachtsgeld kein Lohn ist, sondern wie in jeder anderen Branche auch Anerkennung und Respekt gegenüber den hart arbeitenden Beschäftigten ausdrückt.“

1 Kommentar
  1. Nur nach Kevelaer kommt keiner von der IG Bau Gebäudereinigung da könnte ja auch mal einer von den rauskommen arbeite im Krankenhaus von Kevelaer

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