Piepenbrock: Wasser statt Weihnachtsgeld

Piepenbrock: Wasser statt Weihnachtsgeld

Wasser predigen und Champagner schlürfen, so könnte man das gestrige Verhalten der Piepenbrock-Führung zugespitzt bezeichnen.

„Wir wollen uns auf Augenhöhe begegnen, respektvoll miteinander umgehen und uns im Ton nicht vergreifen. Aber dann wirkt nach, was gestern in Osnabrück passiert ist“, sagt Sven Bönneman, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Westfalen, sichtlich bewegt. „Gestern haben wir erlebt, wie ein Marktführer mit seinen  Beschäftigten umgegangen ist“.

Was ist eigentlich passiert? Über 100 Kolleginnen und Kollegen aus den Regionen Weser-Ems und Westfalen haben sich gestern in Osnabrück getroffen. Nach einem Trauermarsch zur Piepenbrock Zentrale sollte dort ein gemeinsames Treffen stattfinden.

Natürlich hat das Unternehmen davon Wind bekommen. Aber anstatt sich den Streikenden zu stellen, stellte das Unternehmen lediglich einen beschrifteten Lieferwagen ab mit irreführenden Botschaften.

Als Lockmittel stellte das Unternehmen für die Streikenden neben dem Lieferwagen  Wasserkästen bereit. „Netter Versuch Piepenbrock, aber wir wollen Weihnachtsgeld! kein Wasser! Das können wir uns gerade noch selbst leisten“, so eine Kollegin.

„Dies ist schon ein Schlag ins Gesicht der Piepenbrock Beschäftigten, die in den letzten Wochen Arbeitsverträge mit deutlichen Abschlägen unterschreiben mussten. Statt den Kolleginnen und Kollegen  rede und Antwort zu stehen , blieben die Türen im Hause Piepenbrock verschlossen“, so Bönnemann zum gestrigen verhalten des Unternehmens.

Alle, die gestern dabei waren haben erlebt, dass Piepenbrock ohne jede Form von Wertschätzung und Respekt die Beschäftigten abgewiesen hat. Doch das Verhalten des Unternehmens bestärkte die Kolleginnen und Kollegen zusätzlich:  Wir kämpfen weiter – jetzt erst recht!

 

Schreibe einen Kommentar