Nach über 12-stündigen Verhandlungen: Gespräche unterbrochen

Die Rahmentarifverhandlungen für die 650.000 Beschäftigten in der Gebäudereinigung sind in der Nacht von Montag auf Dienstag nach stundenlangen zähen Verhandlungen unterbrochen worden. Ein neuer Gesprächstermin wurde noch nicht vereinbart. Grund: Beim Lohnzuschlag für Industriereiniger war ebenso wie beim von der IG BAU geforderten Weihnachtsgeld keine Einigung möglich.

„Zwar sind wir uns bei einigen Punkten nähergekommen, doch das reichte am Ende nicht für eine Einigung im Gesamtpaket, in dem es auch eine Perspektive fürs Weihnachtsgeld geben sollte“, sagt IG BAU-Verhandlungsführerin Ulrike Laux. „Tatsächlich stellt sich die Frage, welche Haltung der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zum Rahmentarifvertrag hat.“

Die IG BAU weiß, wie wichtig der allgemeinverbindliche Rahmentarifvertrag ist und wäre, auch bereit das Weihnachtsgeld dort zu regeln. Nachdem der Bundesinnungsverband den Rahmentarifvertrag zum 31. Juli gekündigt hatte, haben einige Firmen ihren Beschäftigten neue Arbeitsverträge vorgelegt. Das ist eine Praxis, die die IG BAU kritisiert, da die Arbeitsverträge massive Verschlechterungen gegenüber dem Rahmentarifvertrag enthalten. Die Beschäftigten sind weiterhin aufgerufen, keine neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben. Der gekündigte Rahmentarifvertrag wirkt nach. Auch die Betriebe sind aufgefordert, fair mit ihren Beschäftigten umzugehen.

„Die Mitglieder der IG BAU haben in der vergangenen Woche mit Warnstreiks eindrücklich bewiesen, dass sie zu den Forderungen stehen“, betont Ulrike Laux. Am Mittwoch, 2. Oktober, tagt die IG BAU-Bundestarifkommission Gebäudereinigung, um das weitere Vorgehen zu beraten

11 Kommentare
  1. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es war grausam mitzuerleben , daß die Arbeitgeberseite nicht bereit war , über ein Weihnachtsgeld zu verhandeln. Jetzt liegt es an uns , wie es weitergeht.Wir von der Verhandlungskommission, hoffen auf eure Unterstützung, jetzt heißt es mobil zu machen , nichts aber auch garnichts unterschreiben, wenn die der Vorarbeiter/in oder Objektleiter/in euch etwas vorlegt . Wer jetzt nicht in der Gewerkschaft ist , sollte dieses sofort tun .!!!!! Jetzt liegt es an uns Allen , für das Weihnachtsgeld und einen “ Fairen RTV zu kämpfen ; denn ohne uns bleibt der Dreck liegen . Werdet wach und organisiert euch . Vielen Dank an alle die uns so zahlreich unterstützt haben . Glück auf …✊✊✊

  2. Dann sollte der AG aus Fairness auch auf sein Weihnachtsgeld verzichten. Die Rechtfertigung warum uns sowas nicht zusteht würde ich gerne hören, bzw warum andere (aus der AG Position) das verdient haben.
    Wenn man nicht in der Lage ist über so etwas eigentlich banales zu verhandeln, sollte man solche Leute vllt mit Maschinen arbeiten lassen, die stellen dann wenigstens keine Forderung bzw. brauchen kein Bitte und kein Danke.

    • Ok welcher Objektleiter/Bereichsleiter/Niederlassungsleiter bekommt Weihnachtsgeld???????

  3. wenn man kein Weihnachtsgeld mehr hören möchte, wie wäre es dann mit Lohngruppe 7? Viele von meinen Kollegen hatten die früher, und würden lieber diese wieder haben wollen.

  4. Wie schmutzig ist eigentlich die Branche der Saubermänner? Warum wollen die Gebäudereiniger eigentlich nicht wieder in die Anlage A der Handwerksordnung?

  5. Dann bleib jetzt nur noch der streik. Das Thema muss noch viel mehr in die Öffentlichkeit getragen werden damit die unsichtbaren Ernst genommen werden können.

  6. Dann heisst es jetzt noch mehr Kämpfen und Streiken und bei Zusatzaufgaben auch mal Nein sagen.

  7. Bei den Verhandlungen zum LTV wird gesagt: gehöhrt in den RTV und nun will mann nichts mehr von Weihnachtsgeld höhren ? Mieses unfähres Verhalten der AG. Schlieslich reden wir über nichts was es nicht schon mal gab damals haben die AN auf die Situation der AG Rücksicht genommen und heute bekommen wir als Dank nichts zurück.Das ist mal eine Auffassung von Wertschätzung, einfach nur schäbig.Nun sollten die AN mal zeigen das Ihnen das Thema so wichtig ist das sie auch in den unbefristeten Streik gehen,Wenn’s finanziell weh tun muss dann soll es halt so sein.

  8. Liebe AG solltet ihr irtümlicherweise annehmen das ihr die einzigen seit die eine Familie haben,auch kinder,die gerne etwas zu Weihnachten haben möchten muss ich euch enttäuchen da sind noch ca. 650000 Reinigungskräfte die täglich für euch Geld verdienen und sogar , Familie haben und auch noch Kinder.und wenn jetzt wieder kommt die schlechte finanzielle Lage der Unternehmen….. gibt das nicht her,da kann ich nur empfehlen mal die eigene Kalkulation überarbeiten , muss mann zu jeden Preis jeden Kunden haben? Ich glaub nicht und schon gar nicht auf Kosten der Mitarbeiter den der Unternehmer kommt unterm Strich immer gut weg ,eigenartig,sollte es immer noch nicht klappen würde ich an eurer Stelle darüber nachdenken den Konkurs anzumelden um eure Mitarbeiter braucht ihr euch nicht sorgen die gehen bestimmt gerne in ein Unternehmen was Weihnachtsgeld und Zuschläge gerne bezahlen möchte um den von euch verursachten und geförderten Fachkräftemangel entgegen zusteuern.

  9. Wir zeigen es den AG was wir davon halten lassen es mal richtig krachen macht alle mit bei den nächsten Streiks auf geht es für das Weihnachtsgeld 💶💶💶💶💶💶💶💶💶

  10. Die sind doch einfach lächerlich und unmenschlich .
    Ich bin mir sehr sicher das die meine Arbeit die ich und meine Kollegen verichten niemals so hinbekommen sowie wir es tuhen .
    Aber gut kein Problem ich hoffe der nächste Streik dauernd noch länger so das der Ohrenschmalz von den mal so richtig rausläuft wenn wir krach machen .
    Weihnachtgeld ist das mindeste was wir hätten verdient für die Leistung die wir bringen.

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