Tag der Gebäudereinigung: IG BAU ruft zu mehr Wertschätzung für Gebäudereiniger auf

Tag der Gebäudereinigung: IG BAU ruft zu mehr Wertschätzung für Gebäudereiniger auf

Frankfurt am Main – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft zum Tag der Gebäudereiniger (am 15. Juni 2020) zu Anerkennung und Respekt für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche auf. „Reinigungskräfte helfen uns überall im Alltag, ohne dass wir darüber nachdenken. Aber jeder weiß: Wo es sauber ist, fühlen wir uns wohl. Spätestens seit der Gefahr durch Covid-19 muss man erkennen, wir fühlen uns auch nur dort sicher, wo richtig geputzt wurde. In den letzten Wochen wurde klar: Sauberkeit rettet Leben“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux. „Vielleicht der einzig gute Aspekt in dieser Krisenzeit ist, dass Berufe wie die Gebäudereinigung endlich sichtbarer werden. Der Einsicht in ihren Wert muss jetzt die Anerkennung folgen.“

Kleine Gesten der Dankbarkeit und Wertschätzung sollten dabei nicht auf den Tag der Gebäudereinigung beschränkt bleiben. „Der Beruf muss auch professionell stärker wertgeschätzt werden. Das heißt vor allem: Die Löhne müssen rauf“, sagte Laux. „Wir fordern in der aktuellen Tarifrunde deshalb einen Stundenlohn von zwölf Euro für die unterste Lohngruppe. In ihr arbeiten rund 80 Prozent der Beschäftigten. Das ist ein Plus von gerade einmal 1,20 Euro. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter wäre das immerhin ein Signal. Denn damit sind sie immer noch nicht raus aus dem Niedriglohnsektor. Dies muss aber am Ende das Ziel einer professionellen Branche sein.“

Die Gebäudereinigung umfasst auch die Glasreinigung. Deren unterste Lohngruppe (Lohngruppe sechs) soll ebenfalls um 1,20 Euro/Stunde steigen auf dann 15,30 Euro. Für die Lohngruppen zwei bis fünf und sieben bis neun fordert die IG BAU ein Plus von 6,5 Prozent. Ausbildungsvergütungen sollen um monatlich 100 Euro über alle Ausbildungsjahre steigen und für die Branche soll der Einstieg in ein Weihnachtsgeld erzielt werden.

 

4 Kommentare
  1. Reinigungskräfte haben jetzt in der Corona Krise erfahren dürfen , das Reinigungsfirmen .scheinbar nicht wissen was sie an ihren Beschäftigten haben ….keine Aufstockung beim Kurzarbeitergeld, kaum Arbeitsschutz Sachen zur Verfügung gestellt im Gegenteil : Arbeitsverträge hat man ruhen lassen ect …die Reihe ist lang . Von Wertschätzung keine Spur !! Wir on der Gebäudereinigung vollen Wertschätzung und das fängt mot unser Lohnforderung an . Wir werden kämpfen für unsere Lohnforderungen. Wenn nicht jetzt wann dann .

  2. Liebe Inge,

    Bitte nicht alle Arbeitgeber über einen Kamm scheren.

    Wir von Dreimann Service tun alles dafür um Arbeitsplätze zu erhalten und unseren Kunden klar zu machen das anständige Reinigung auch anständig bezahlt werden muss.

    Wir zahlen unseren Mitarbeiten durchweg über Tarif weil uns wichtig ist, dass unsere Leute von ihrem Lohn leben können.

    Leider muss aber am Ende ‚IMMER‘ der Auftraggeber bereit sein auch zu bezahlen.

    Wenn wir das schaffen können wir unseren Beschäftigten auch mehr Lohn zahlen.

    Danke und viel Glück weiterhin

  3. Das klingt ja alles gut aber was ist mit uns Gehaltsempfängern . Wir arbeiten genauso und in der Gewerkschaft aber für uns tut sich einfach nichts außer Gerede

  4. Bitte nicht immer alle seriösen Firmen mit den „Global Playern“ die ihre Gewinne durch den Sub vom Sub refinanziert und auf Kosten der Mitarbeiter Wertschätzung und persönliche PSA auf der Strecke bleiben.
    Selbst schuld, wer solchen Verbrechern seine Arbeitskraft noch zur Verfügung stellt!

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