Tarifverhandlungen Gebäudereiniger-Handwerk – IG BAU: „Mit diesem Angebot ist die Abwanderung in andere Branchen programmiert“

IG BAU: Mit diesem Angebot ist die Abwanderung in andere Branchen programmiert“

Keine Einigung über Branchenmindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk / Anfang Juni zweite Verhandlungsrunde

Frankfurt am Main Keine Einigung in der Gebäudereinigerbranche nach der ersten Verhandlungsrunde zum Branchenmindestlohn heute in Frankfurt am Main: „Das Angebot der Arbeitgeber*innen ist viel zu gering, damit kommen die Beschäftigten nicht zurecht. Wir haben eine immens hohe Inflationsrate, die Energiepreise gehen durch die Decke, wie sollen die hart arbeitenden Frauen und Männer damit durchs Leben kommen?“, sagt Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und Verhandlungsführerin.

Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks hatte heute 12,50 Euro als Branchenmindestlohn ab 1. Oktober dieses Jahres vorgeschlagen, das sind 50 Cent mehr als der dann voraussichtlich geltende gesetzliche Mindestlohn. Ab 1. Januar 2024 sollen nach dem Angebot noch einmal 25 Cent hinzukommen, die Gesamtlaufzeit soll am 31. Dezember 2024 enden.

Die vorgeschlagenen Steigerungen würden sich auf jede Lohngruppe beziehen. „Mit diesen Erhöhungen lockt man niemanden hinter dem Ofen hervor, der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn muss deutlich höher sein.“ Die Bundestarifkommission hatte erst vor kurzem eine Steigerung von mindestens 1,73 Euro verlangt, das entspricht dem derzeitigen Abstand zur gesetzlichen Lohnuntergrenze. „Wir wissen alle, gerade auch nach der Pandemie-Zeit, wie wichtig der Job der Reinigungskräfte ist. Aldi und Lidl zahlen ab 1. Juni dieses Jahres 14 Euro Mindestlohn. Dreimal darf man raten, wo es die Arbeitnehmer*innen künftig hinziehen wird“, sagt Laux.

Die zweite Verhandlungsrunde ist für Donnerstag, 2. Juni, – wieder in Frankfurt am Main – vorgesehen. Von den rund 700.000 Beschäftigen in der Branche bekommen aktuell etwa 500.000 den Branchenmindestlohn

 

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6 Kommentare
  1. Mit 12.50 hat man gerade die Fixkosten und den Sprit gedeckt ich arbeite als alleinverdiener 8 Stunden und damit was zu essen auf den Tisch kommt muss ich dann noch auf 450 Euro Basis arbeiten ,auf Fleisch und Süßigkeiten wird schon ganz verzichtet und das 9 Euro ticket nutzt mir nichts da dort wo ich arbeite der Bus nicht oft kommt das heißt ich würde an der 2. Stelle nicht zeitig ankommen .ich bin nach 27 jahren Gebäudereinigung auch am überlegen zu wechseln

  2. Ich finde die Tarifverhandlungen lächerlich wir waren in der sogenannten Coronazeiten jeden Tag da mit Mehrarbeit zum Beispiel zusätzliche Desinfektion und haben keinen Coronabonus bekommen aber warum mehr Lohn?alles wird teuerer und die Arbeit nicht weniger.leider ist es so das unsere Arbeit nicht gewürdigt wird.

    • Die Tarifverhandlungen waren bestimmt nicht lächerlich. Ich weiß, das unsere Verhandlungskomision sich für uns mit aller Kraft einsetzt.
      Was lächerlich war, ist das Angrbot der Arbeitgeber.

      Noch ist nichts entschieden ! 😁

  3. Ich hoffe das muss ich eigentlich dass du 13 € 73 € ab Oktober bekommen würden

  4. Dann müssen wir halt streiten

  5. Wir stehen immer da und ich finde das wir mehr bekommen sollten und ich ginge auch corona Bonus sollte sein sir haben nichts bekommen 2 jahre andere so oft nur wir dind fie doofen Putzfrauen

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