Verhandlungen zum Lohnabstand – „Der neue soll der alte sein“

Verhandlungen zum Lohnabstand – „Der neue soll der alte sein“

Der derzeitige Abstand des Branchenmindestlohnes im Gebäudereiniger*innen-Handwerk soll auch nach der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 12 Euro vom 1. Oktober 2022 an gelten. Diese Forderung hat die zuständige Bundestarifkommission der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Donnerstag, 5. Mai, in Frankfurt am Main aufgestellt.

Derzeit liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 9,82 Euro und der Branchenmindestlohn bei 11,55 Euro. Der Abstand beträgt also 1,73 Euro. Ab 1. Oktober würde der gesetzliche Mindestlohn den Branchenmindestlohn überholen und auch im Gebäudereiniger*innen-Handwerk gelten. Mit der Forderung läge der Branchenmindestlohn dann bei 13,73 Euro. Der derzeitige Lohnabstand soll zwischen den Lohngruppen ebenfalls wiederhergestellt werden. Die Laufzeit soll 15 Monate betragen und wäre damit der restlichen Zeit des laufenden Tarifvertrages angeglichen. „Wir brauchen auch weiterhin einen Branchenmindestlohn mit einem spürbaren Abstand zum gesetzlichen, denn sonst wandern die Arbeitnehmer*innen aus der Branche ab. In anderen können sie für leichtere Jobs viel mehr verdienen“, sagt IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux, die für die Gebäudereiniger*innen zuständig ist. „Gerade auch in diesen Krisenzeiten mit steigender Inflation ist es nicht mehr als recht und billig, wenn die Frauen und Männer mit den geringsten Einkommen mehr im Geldbeutel haben. Die Gebäudereiniger*innen sorgen für saubere Büros, Werkshallen, Kliniken, Schulen und dafür, dass sich andere sicher und wohl fühlen. Für diese wichtige, aber auch körperlich schwere Arbeit müssen sie mehr als den gesetzlichen Mindestlohn verdienen.“

Der erste Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern ist am 23. Mai 2022. Von den rund 700 000 Beschäftigten in der Branche bekommen aktuell etwa 500 000 den Branchenmindestlohn.

4 Kommentare
  1. Hallo,

    wenn wir ab Oktober dann die 13,73€ Stundenlohn bekämen, das wäre ja Super.

    Gruß
    J. Guerra Duque

  2. Hoffentlich klappt das denn wir desinfizieren im Eilverfahren Schwitzen acht Stunden unter der Maske bei körperlich schwerer Arbeit …..

    • Ja schön wäre es..Aber wir alle kennen unsere Gewerkschaft…die zu allem ja und Amen sagt…wie beim Weihnachtsgeld….Ich wünsche mir es sehr aber ich glaube es läuft wie immer…Wir bekommen die 12 Euro….Vielleicht auch 10 Cent mehr…das wars dann

  3. Meiner Meinung nach ist 13.73 zu wenig das alte Mindestlohn ist 9,82 € wird aber auf 12 aufgestockt das bedeutet fast 23% damit man mit Marktpreisen halbwegs mithalten kann . Nun kommen wir zu unserem Gehalt wie man auch bemerkt hat ist alles teurer geworden das bedeutet es ist Zeit zu handeln nicht nur das Differenz zwischen Mindestlohn und unsere Tarif. Wenn Mindestlohn auf 23% erhöht wird dann müssten wir auch auf unseren Gehalt 23% rechnen das bedeutet 14,20 € mit diesem Preis würden wir dann die gleiche Abstand wieder aufgebaut haben . Damit wir aber halbwegs zufrieden nach Hause gehen müsste man wieder außerhalb dieses Differenz noch mal über den Lohn besprochen werden nicht nur gegen den Mindestlohn sondern auch gegen die Krise gegengesteuert werden sollte .schließlich hat man in diesen zwei Jahren mehr Leistung von uns für den gleichen Lohn angefordert. Daher sollte man auf den Differenz nochmals 3% drauf packen somit würde dann unsere endlohn von 14,20 € auf 14,62 € gesteigert was meiner Meinung nach für jetzigen Zeit nötig ist. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit mit freundlichen Grüßen T.Topouzoglou

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